Über den Verein - Die Historie
Im Jahr 1967 erblickte in Pingsdorf ein Geschöpf das
Licht der Welt, das vielen Menschen im Laufe der Jahre eine
Menge Spass bringen sollte: die Kajuja Pingsdorf. Väter
des Vereins waren eine Handvoll Jugendleiter der Katholischen
Jugend Pingsdorf. Während eines Sommerzeltlagers im
Südeifeler Örtchen Urmauel schufen sie das neue
Geschöpf. Dort veranstaltete die Jugendorganisation
der Katholischen Pfarrei auf Anregung von Ernst Josef Geißler
seit 1964 zweiwöchige Camps. Während der abendlichen
Runden am Lagerfeuer gab es immer viel zu lachen. An einem
dieser Open-Air-Lustbarkeiten im Jahr 1966 ging es besonders
hoch her. Flugs entstand die Idee, die Freude auch anderen
mitzuteilen. Erfahrungen gab es genug: Schon immer hatte
die Katholische Jugend Elternabende mit witzigen Sketchen
auf die Beine gestellt.
Am Sonntag dem 15. Januar 1967 war es dann soweit. Unter
dem Namen Kajuja lief im Saal der Gaststätte Jägerhof die erste Karnevalssitzung der Katholischen
Jugend Pingsdorf. Den Namen Kajuja hatten die Organisatoren
aus zwei Gründen gewählt. Zum einen liefen sämtliche
karnevalistischen Veranstaltungen der Jugendorganisation
des Erzbistums Köln unter diesem Namen. Zum zweiten
passte der aus dem Karnevalslied Ajuja plus vorangestelltem
K = Katholisch gut zusammen. Gerade im Rheinland schließen
sich Kirche und Karneval nicht aus. Ganz im Gegenteil. Aktuelles Beispiel ist ein Diakon,
der als Büttenredner in der Rolle des Bergischen Jung
Furore macht.
Die Sitzung im Jägerhof wurde zu einem vollen Erfolg.
Wegen des großen Besucherandrangs verlegten die Organisatoren
bereits im nächsten Jahr die Veranstaltung in den Saal
Kuhl nach Badorf. Dieser gastlichen Stätte blieb der
Verein bis heute treu. Im Jahr 1973 organisierte die Kajuja
neben den Kindersitzungen nur mit Eigengewächsen erstmals
eine Sitzung mit Fremdkräften. Kurz darauf legte die
Katholische Jugend mit ihren Sitzungen eine Pause ein. Der
Grund: Familiengründung, Berufseinstieg nach Studium
und Berufsausbildung forderten ihren ganzen Mann beziehungsweise
Frau.
Doch bereits 1976 entstand dann auf Initiative von Hans-Dieter
Pütz, Wilfried Katterbach und Ernst Josef Geißler
sowie anderen Ehemaligen die Kajuja als eigenständiger
Verein, losgelöst aus der Katholischen Jugend. Schnell
etablierte sich die neue Kajuja im Pingsdorfer Dorfleben.
Mit einer Fülle von Aktivitäten brachte und bringt
sie den Pingsdorfern und natürlich auch ihren Mitgliedern
eine Menge Spaß an d´r Freud. So zieht sie bis
heute Karnevalssonntag durch die Pingsdorfer Gaststätten
und stimmt sich für den Zoch am Rosenmontag ein. Dort ist die Teilnahme natürlich
Ehrensache. Mit Kind und Kegel, mit Musik, Fußgruppe
und eigenem Wagen ist der Verein dabei. Ihren Wagen baut
die Kajuja seit vielen Jahren in der Pingsdorfer Wagenbauhalle
bei Familie Boury. Dort schuf sich der Karnevalsverein auf
Initiative von Ernst Josef Geißler ein Dach über
dem Kopf.
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Noch viele Aktivitäten legte die Kajuja
an den Tag. So trafen sich zum Beispiel im Sommer 1984 Margret
Merten, Doris Krupp und Adele Jomer sowie einige andere Damen
des Vereins, um ihre Männer im darauf folgenden Jahr
mit einer Überraschung zu erfreuen. Die Ehemänner
stellten als Prinz Theo I. (Theo Merten), Bauer Jakob (Karl-Jakob
Krupp) und Jungfrau Clementine (Klemens Jomer) aus den Reihen
der Kajuja das Pingsdorfer Dreigestirn von 1985. Die Idee
einer Damentanzgruppe war geboren. Auf Grund ihrer Fußbekleidung,
den Schwimmflossen, fanden die Damen schnell einen Namen für
ihre Truppe: Die Plattfußgirls. Auf der Festsitzung
zum 30-jährigen Geburtstag im Jahr 1997 trat die Gruppe
dann zum letzten Mal auf.
Auch die Herren des Vereins ließen sich
etwas einfallen. Als Tanzgruppe Villemännche führten
die staatse Kerls das "Schwanensee-Ballett" mit Theo Probst als Primaballerina, "Jim
Knopf und die Wilde 13"
oder als vollschlanke Negermammies hinreißende Tänze
auf. Beifallsstürme provozierten auch Jörg Bornheim
und Marlene Rau auf einem Karnevalssessionsauftakt im Saal
Kuhl. Dort führten die beiden das alljährlich zu
Silvester im Fernsehen gezeigte "Dinner
for One" auf. Kenner behaupten, dieser Live-Auftritt
sei besser gewesen als die TV-Version. Nicht zuletzt deshalb,
weil James in Person von Jörg Bornheim beim Stolpern
über das Fell des erlegten Tigers (Original-Kommentar
von James: I´ll kill that cat. Auf Deutsch: Ich drieh
der Katz de Hals eröm) ein frisch gegrilltes Hähnchen
aus der Frittenbude über die Bühne fliegen ließ.
Das karnevalistische Urgestein Jörg Bornheim
zeigte sich auch auf anderen Gebieten besonders rührig.
Zur Session 1978/79 stellte Börni für die Krankenanstalten
Kloster Marienborn in Zülpich mit Kräften der Kajuja
erstmals eine eigene Sitzung auf die Beine. Über 20 Jahre
lang fuhr die Kajuja dorthin und erfreute die Senioren und
Patienten mit einem jecken Programm. Bei soviel Freude am
Karneval blieb es nicht aus, dass viele Vereinsmitglieder
höchste närrische Ämter in Pingsdorf ausübten.
Insgesamt regierten zwei Prinzenpaare, vier Dreigestirne und
eine Prinzessin aus den Reihen der Kajuja über die Pingsdorfer
Narren. Soviel närrische Tollitäten stellte bislang
kein anderer Verein aus unserem Dorf.
Einige Aufrechte der Kajuja kehren immer noch
an den Geburtsort des Vereins nach Urmauel in die schöne
Südeifel zurück. Einmal im Jahr geht es mit Zelt,
Schlafsack und Luftmatratze auf die Wiese am Bauernhof der
Familie Heinzen, um dort ein Wochenende an der frischen Luft
zu verbringen. Meist regnet es dann. Noch lange kein Grund,
nicht mehr dorthin zu fahren. Im
Jahr 2004 jährte sich das feuchte Vergnügen
zum vierzigsten Mal mit
Feuerwerk, Büffet sowie mit Geschenken vom Waxweiler Bürgermeister
und der Fremdenverkehrsorganisation.
Auch in diesem Jahr laufen die Vorbereitungen für das
Zeltvergnügen schon wieder an.
Es gibt bei der Kajuja eben immer was zu feiern...
... und mit ganz viel Glück, kann man auch
in diesem Jahr wieder das Vereinslied
hören
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